FESTO Automation Center, Esslingen

Bauherr: FESTO AG & Co. KG, Esslingen
Architekten: Architekturbüro Jaschek, Stuttgart
Fläche: 29,5 ha, in Bauabschnitten
Planung: 2010/13
Ausführung 2014/15
LPH: 1-8 (Teilflächen 1-4)


Der weithin sichtbare Baukörper des neuen Hochhauses ist eine prägnante Landmarke im Raum Esslingen.
Das Hochhaus wird als „Gast“ in der Landschaft verstanden - das Spannungsfeld zwischen Technik und Natur wird zum Thema des Entwurfs: lokale Materialien und Pflanzen treffen auf ein High-Tech-Gebäude.
Im Bereich der kommenden Bauabschnitte entsteht eine firmeneigene Baumschule:
die überwiegend heimischen Bäume, im Raster gepflanzt, werden später als Hain die Frischluftleitbahn säumen.
Die Wiesenflächen entsprechen der landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Der offene Vorplatz erhält einen Belag aus „weissem Asphalt“ entsprechend dem hellen Bodenbelag des Erdgeschosses - Innen und Außen verbinden sich.
Durch geschickte toporaphische Modellierungen sind die zugehörigen großen Stellplatzflächen dem Besucher auf dem Vorplatz verborgen - der Blick führt in das Neckartal.

Wohnen am Rosengarten, Kolbermoor

Bauherr: Quest Projekt Kolbermoor GmbH & co. KG
Architekten: Behnsich Architekten, München
Fläche Freianlagen: 1.040 m2
Realisierung: 2014
Bausumme (brutto): 190.000 €
LPH: 1-9
Auszeichnungen: Preis für Qualität im Wohnungsbau 2015, BFW Landesverband Bayern e.V.

Das Wohnhaus mit seiner besonderen Lage, direkt angrenzend an den halböffentlichen Rosengarten verlangt einerseits nach einer ausreichenden Privatsphäre, andererseits soll sich das Thema des Rosengartens in den Freiflächen des Wohnungsbaus fortsetzen.
Durch die Anhebung des Erdgeschosses um ca. 1,3 m über das Bestandsniveau werden auch die privaten Freiflächen der Wohnungen angehoben. Die einheitliche Sichtschutzpflanzung zum Kanal mit seinen Stauden und Rosen (die vom Gärtner gepflegt werden) knüpft an den bestehenden Rosengarten an und verzichtet auf abschirmende dichte Hecken. Die Trennung der Südgärten untereinander erfolgt über einheitliche hölzerne Gartenschränke, in denen Gartengeräte untergebracht werden können.
Das nördlich orientierte Gartenzimmer zum Park ist mit einer einheitlichen, immergrünen Hecke gefasst um zu den Schlafbereichen einen ganzjährigen Sichtschutz zu gewähren.

Realisierungswettbewerb Neubau Mittelschule Gersthofen mit Behnisch Architekten 1. Preis

Bauherr: Stadt Gersthofen
Architekten: Behnsich Architekten, München
Fläche Freianlagen: 18.940 m2
Realisierung:
BA I: Herbst/Winter 2015/16
BA II: Sommer/Herbst 2017
BA III: Sommer/Herbst 2018
Bausumme (brutto): 2.600.000 €
LPH: 1-9

Die Formensprache des Gebäudes setzt sich in den Außenanlagen fort. Auf der Ostseite befindet sich der Vorplatz sowie der intensiv genutzte, befestigte Pausenhofbereich mit grünen Ruheinseln und einer Spielinsel, angrenzend an den Schulhof des Paul-Klee-Gymnasiums. Der gewünschte große Allwetterplatz grenzt an den Pausenhof an. Im Westen erstrecken sich extensiv genutzte Bereiche als Rasen-, Wiesen - und Gehölzflächen.
Der erhöht liegende Vorplatz wird mit dem tiefer liegenden Pausenhof über eine breite Treppenanlage verbunden. Sie ermöglicht die gewünschte Nord-Süd-Durchquerung.
Fahrradstellplätze und PKW-Stellplätze gliedern sich jeweils an die Anbindungen im Norden und Süden an. Die südlichen Stellplätze sind aufgrund des großen Allwetterplatzes nach Westen gerückt.

Wohnungsbau München Riem IV WA 4.1 und 4.2

Bauherr: Höß GmbH & Co. Hausbau KG
Architekten: Grassinger Emrich Architekten, München
Realisierung: 2014-2015
Fläche Freianlagen: 3.300 m2
Bausumme (brutto): ca. 0,3 Mio Euro
Leistungsphasen: 1-8

Das Konzept setzt einem strengen Erschließungskonzept einen aufgelockerten Hof entgegen, der formal mit dem Thema Kreis spielt: alle Spielgeräte und Pflanzbeete haben dieselbe kreisrunde Form, allerdings in unterschiedlichen Größen. Kieswege umspielen diese "Hindernisse" zwischen den baumüberstellten Rasenflächen und ermöglichen kurze Wege von Tür zu Tür. Kies dient auch als Abstreu für die asphaltierten Wege- und Staudenflächen.
Der Hof ist gefasst von einem Rahmen aus Stauden und Sträuchern, die Abstand und Sichtschutz zu den angrenzenden Wohnungen schaffen. In den runden Hochbeeten (Naschbeeten) im Hof wachsen ausschließlich essbare Pflanzen, die durch die Bewohner geerntet / gepflegt werden können.

Kindertagesstätte Gersthofen

Bauherr: Stadt Gersthofen
Architekten: Ziegler Zirngibl Architekten GmbH, München
Realisierung: 2014-2015
Fläche Freianlagen: 2.300 m2
Bausumme (brutto): ca. 0,35 Mio Euro
Leistungsphasen: 1-8

Der Eingangsbereich des Kindergartens mit der raumbildenden Mauerscheibe bildet einen kleinen Hof, baumüberstellt mit duftenden Lebkuchenbäumen. Eine lange Bank entlang der Begrenzungsmauer lädt zum Verweilen ein.
Großzügige Terrassenflächen im Süden bieten Platz für verschiedene Aktionen und Veranstaltungen. Die Beschattung der Flächen erfolgt über die verschiebbaren Screens vor der Fassade, bzw. durch variabel einsetzbare Sonnenschirme in den Spielbereichen. Eine vielseitig nutzbare Bobbycarbahn durchzieht den Garten und unterteilt gleichzeitig die verschiedenen Spielbereiche. Zentrales Element des Gartens ist der Kletterhügel, mit Aufstiegshilfen aus Steinsetzungen. Den Aussichtspunkt auf dem Hügel bildet ein Weidenkorb, mit austreibenden Weidenstecklingen - der Ballonkorb. Wasserspiel und eine Seilbahn bilden weitere Spielangebote im Garten. Ein Gemüse- und Beerengarten ergänzt das Angebot.
Der östliche Garten kann vom westlichen Garten bei Bedarf durch ein kurzes Zaunelement mit Tor abgeteilt werden.
Die Farben des Gebäudes und seiner Gewebeelemente – Grautöne, Gelb- und Orange-/Rottöne - werden im Pflanzkonzept aufgegriffen: die Terrasse beschattet ein im Herbst gelblaubiger Walnussbaum, deren Früchte geerntet werden können. An den Rändern befinden sich z.T. mehrstämmige Hainbuchen, die zu echten Kletterbäume heranwachsen. Als Versteck- und Rückzugsmöglichkeit für die Kinder sind Randbereiche mit robusten Sträuchern bepflanzt – Weide, roter Hartriegel, gelb blühender Ranunkelstrauch.

The Seven - Wohn- und Geschäftshaus mit Kindertagesstätte Müllerstraße 7, München

Bauherr: AIP Gärtnerplatz GmbH&Co.KG
Architekten: Leon Wohlhage Wernik/ BKLS Architekten, München
Landschaftsarchitekten: Wettbewerb: Prof. Christiane Sörensen Ausführungsplanung: Kübler +Partner
Fläche Freianlagen: 8.000 m2
Realisierung: 2012-2014
Bausumme (brutto): 2.900.000 €
LPH: 3+4, Bauoberleitung, Qualitätssicherung

Auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks in der Müllerstrasse entstehen hochwertige Büro- und Wohneinheiten. Im Erdgeschoss des bestehenden Turms wird eine Kindertagesstätte eröffnet.
Der zur Müllerstrasse gelegene Schmuckplatz mit seinem alten Baumbestand und der neu entstandenen Spiellandschaft wird der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Gartenhof ist abgezäunt. Er beinhaltet die großzügigen Privatgartenanteile mit Naturstein-Terrassen, Gehölz- und Staudenpflanzungen. Ein kleiner Kinderspielbereich fügt sich in den Hof ein. Das besondere Merkmal der Freianlagen stellt die umlaufende zwei-reihige Kasten-Lindenallee dar.
Den Innenhof der Wohnanlage prägt das Wasserbecken mit großen Solitärpflanzungen in Pflanzinseln.
Auf den Dächern der Büroeinheiten sowie auf dem 4. OG des Wohngebäudes entstehen Terrassen mit intensiver und extensiver Bepflanzung.

Spinnereipark Kolbermoor

Bauherr: Quest-Immobilien, Kolbermoor
Architekten: Behnisch Architekten, München
Realisierung: 2011/2012, Weiterentwicklung dauert noch an
Fläche Park: 6,4 ha
Leistungsphasen: 2-8

Aus dem ehemaligen Privatpark der Besitzer der alten Spinnerei in Kolbermoor, der über viele Jahre nicht gepflegt wurde, entsteht wieder ein Park, der der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Sowohl naturschutzfachliche Aspekte (Artenschutz, Baumschutz) als auch der Wunsch nach einer Nutzung durch die Anwohner sind ins Park-Konzept eingeflossen: es entstehen ruhige, wenig begangene Zonen mit Altbaumerhalt (Höhlenbäume), eine naturnahe Ufergestaltung sowie Spielplätze und Aufenthaltsbereiche die Hauptanziehungspunkte für Besucher sind. Durch geeignete Saaten und Pflanzungen und die Steuerung der Pflege entstehen Parkräume mit sehr unterschiedlichem Charakter. Die Implementierung von Wohngebäuden in den Park, ohne dessen Charakter grundsätzlich zu verändern, ist derzeit in Planung.

FESTO Hauptsitz, Kantinengarten - Neubepflanzung, Esslingen

Bauherr: Festo AG & Co.KG
Realisierung: 2014
Fläche Freianlagen: 1.300 m2
Leistungsphasen: 1-8

Die von Eichen überstellte Kantinenterrasse brachte Probleme bei der Benutzung mit sich: ganzjähriger Laubeintrag auf Platz und Schirme - übermäßige Verschattung des Platzes und der angrenzenden Büros, Schädlingsbefall der Bäume (und Teller).
Die Bäume wurden durch schirmartig wachsende Zierkirschen ersetzt, deren Laub- und Blütenfall auf wenige Tage im Jahr begrenzt ist. Die Unterpflanzung erfolgt mit Stauden und Geophyten farblich dem Firmen-CI angepasst.

Dachterrasse München Riem IV

Architekten: Grassinger Emrich Architekten, München
Realisierung: 2012
Fläche Freianlagen: 300 m2
Leistungsphasen: 1-8

Der Dachterrassenwohnung soll ein Garten optisch zugeordnet werden, der aber nicht begangen werden kann. Aufhügelungen im Dachbegrünungssubstrat ermöglichen stellenweise höhere Pflanzungen. Kugelleuchten wandern von der Terrasse über die begrünten Dachflächen und geben so räumliche Tiefe und Effekte in der Nacht - der Garten erstreckt sich optisch über die Terrasse hinaus. Tagsüber liegen sie wie große Seifenblasen in der Pflanzung.
Die Staudenpflanzung bringt in jeder Jahreszeit neue Blühaspekt und wird durch Kiefernpflanzungen ergänzt.

Realisierungswettbewerb Neubau Pfarrheim und Kindergarten in Glonn, 1. Preis

Bauherr: Erzdiozöse München
Architekten: Plan Z, München
Fläche Freianlagen: 6.000 m2
Realisierung: im Bau, 2009 - 2013
Bausumme (brutto): ca. 0,65 Mio Euro
Leistungsphasen: 1-9

Mitarbeiter: Dipl.Ing. M. Eberl, Dipl.Ing. M. Schmidt-Colinet



Für einen bestehendes Pfarrheim mit Kindergarten wurde im Wettbewerb ein Neubau mit Freianlagen entwickelt.
Die Erschließung der Anlage in West - Ost Richtung über eine zentrale Rampe reaktiviert die fußläufige Verbindung zur gegenüberliegenden Kirche Johann Baptist. Der Pfarrhof als zentraler Platz bietet geschützten Raum für Feste und Veranstaltungen. Im rückwärtigen naturnahen Bereich, angrenzend an die Glonn befinden sich die Aussenanlagen zum Kindergarten.
Eng stehende Felsenbirnen begleiten den Zugang zum Pfarrhof. Die Obstbaumflächen werden ergänzt, entlang der Spielstraße bieten großkronige Ahornbäume Schatten.

Hausgarten München West

2013
An Stelle einer alten Fertiggarage sollte ein Carport mit Abstellraum entstehen. Im Zuge dieser Maßnahme wurde auch die Eingangssituation geklärt und der Müll „in den Gartenzaun“ integriert.
Nach außen präsentiert sich der Garten nun als einheitlich gefasster Raum. Zaun und Verkleidung des Carports mit Lärchenholzlatten fügen sich gut in das Bild der Siedlung aus den 30er Jahren ein ohne es zu dominieren. Wie selbstverständlich treten Alt und Neu in einen Dialog.

Kolbermoor, Parkplatz Gewerbegebiet Aicher-Park

Architektur: Behnisch Architekten, München
Bauherr: Quest Immobilien GmbH, Kolbermoor
Baukosten ca. 450.000 EUR
Realisierung: 2011 - heute


Umstrukturierung und Neupflanzung von Parkplatzflächen im Gewerbegebiet Aicher-Park, Rosenheimer Straße 72. Die Gebäude aus den 70er Jahren, die sich in einem heterogenen, unübersichtlichen Gewerbeumfeld befinden, stechen mit auffallenden, neu entwickelten textilen Fassadenteilen hervor. Das heterogene Umfeld der Gebäude wird aufgeräumt, Sichtachsen hergestellt, markante säulenförmige Pflanzungen betonen die versteckten Eingänge. Es entstehen attraktive und individuelle Gewerbeflächen, die hochwertige Mieter anziehen.

Mehrfamilienwohnanlage München Riem WA 5.3 und 5.4

Bauherr: Roland Berger
Architekten: CL MAP, München
Realisierung: 2007-2011
Fläche Freianlagen: 6.200 m2
Bausumme (brutto): ca. 0,6 Mio Euro
Leistungsphasen: 1-7, LPH 8 als künstlerische Bauoberleitung

Mitarbeiter: Dipl.Ing. M. Eberl, Dipl.Ing. M. Schmidt-Colinet, Dipl. Ing Horst Kübert


Die Außenanlagen gliedern sich in vier Hauptbereiche: Stadtterrasse, Stadthof (Platz der tanzenden Bäume), Gartenhof, sowie Privatgärten.
Barrierefrei ist die erhöht liegende Stadtterrasse zu erreichen, lädt ein zum Spielen und Verweilen. Mit der Aussentheke und ihren Barhockern wurde ein zentraler Bewohnertreff geschaffen. Der Stadthof wird durch locker eingestellte Pflanzinseln mit Sitzaufkantungen zum Platz der tanzenden Bäume.

Die Vorgartenbereiche als Privatgärten sind mit niedrigen Mauern und schlanken Bambus-und Hainbuchenhecken abgegrenzt. Als zentrales Gestaltungselement wurde - u.a. auch aus Kostengründen - der Kies der Münchner Schotterebene in Form von schmalen Gabbionenwänden verwendet. Strauch-/ Staudenpflanzungen begrünen die Übergänge und Randbereiche.
zum Seitenanfang